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Nach einer Trennung

Lausanne

„Ich wusste nicht mehr, wer ich allein bin.“

Elf Jahre Beziehung, dann nichts mehr. Sarah kam drei Monate nach der Trennung zu Kaina, „um zu sehen, wie ich jetzt aussehe“.

Sarah, 29 Jahre Lausanne · Pass Erlebnis

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Abschlussporträt von Sarah, offener Blick ins Objektiv

„Elf Jahre lang war ich die Hälfte von jemandem. Es brauchte einen Tag, um wieder ein ganzer Mensch zu sein.“

Ihr Tag

In vier Bildern

Vom Ankommen zum Porträt.

Jeder Kaina-Tag folgt derselben Bewegung: ankommen, sprechen, sich fotografieren lassen und mit einem Bild gehen, das als Beweis bleibt.

Sarah sitzt an einem Fenster, die Knie angezogen, den Blick in der Ferne

09.30 Uhr

Eine Bestandsaufnahme

« Je dormais mal, je mangeais mal, je ne sortais plus. J'avais 29 ans et l'impression d'en avoir fini. »

Sarah wischt sich eine Träne weg und lacht über sich selbst

11.15 Uhr

Der Moment, in dem es kippt

« J'ai pleuré, et deux minutes après j'ai éclaté de rire. Ça faisait des mois que je n'avais fait ni l'un ni l'autre. »

Sarah draussen, die Augen geschlossen, das Gesicht zur Sonne gedreht

15.40 Uhr

Draussen, endlich

« On est sorties. J'ai fermé les yeux et j'ai respiré. C'est bête, mais je n'avais pas fait ça depuis longtemps. »

Abschlussporträt von Sarah, offener Blick ins Objektiv

17.30 Uhr

Was sie mitgenommen hat

« Sur cette photo, je suis seule. Et pour la première fois depuis la rupture, ça ne me fait pas peur. »

Ihre Geschichte

Sarah, 29 Jahre

Was sie darüber sagt.

Sarah war 18, als sie ihren Partner kennenlernte. Heute ist sie 29. „Mein ganzes Erwachsenenleben lang war ich ein ‚wir‘. Als er ging, wusste ich buchstäblich nicht, was ich mag. Nicht welche Musik, nicht welche Filme, nicht einmal, wie ich mich früher angezogen habe.“

Sie kam verschlossen an, misstrauisch, bereit, wieder zu gehen. Genau dafür war der Vormittag da: nichts erzwingen. Über elf Jahre sprechen, über die Trauer, die nie so genannt wird, über die Scham, mit 29 noch einmal von vorn zu beginnen.

Der Moment kam gegen 11 Uhr, zwischen Tränen und Lachen. Danach gingen wir spazieren, weil das Wetter schön war und sie seit drei Wochen nicht draussen gewesen war.

„Ich dachte, die Fotos wären das Thema. Dabei waren die Fotos nur der Schluss. Das Eigentliche war, dass mir einen ganzen Tag lang jemand zugehört hat, ohne mir ein einziges Mal zu sagen, was ich fühlen soll.“

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Erfahrungsberichte

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