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Beruflicher Neuanfang

Genf

„Ich wusste es. Ich traute mich nur nicht, es zu sagen.“

Zwanzig Jahre in derselben Bank. Nadia buchte einen Signature-Tag in der Woche, in der ihr klar wurde, dass es so nicht weitergeht.

Nadia, 44 Jahre Genf · Pass Signature

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Abschlussporträt von Nadia, sichere Haltung, entschlossenes Lächeln

„Laut ‚ich will aufhören‘ zu sagen, hat mich zwanzig Jahre gekostet. Und einen Tag.“

Ihr Tag

In vier Bildern

Vom Ankommen zum Porträt.

Jeder Kaina-Tag folgt derselben Bewegung: ankommen, sprechen, sich fotografieren lassen und mit einem Bild gehen, das als Beweis bleibt.

Nadia an einem Tisch, der Laptop zugeklappt, das Kinn in der Hand

09.00 Uhr

Zwanzig Jahre später

« Je gagnais très bien ma vie. C'est exactement ce qui rendait la chose indicible. »

Nadia schreibt in ein Notizbuch, die Ärmel hochgekrempelt, konzentriert

11.30 Uhr

Schreiben, was man nicht auszusprechen wagt

« On m'a demandé d'écrire ce que je ferais si personne ne jugeait. J'ai rempli quatre pages. »

Nadia vor dem Objektiv, richtet ihren Kragen, mit einem Lächeln im Mundwinkel

15.00 Uhr

Sich anders sehen

« Je n'avais que des photos LinkedIn. Là, quelqu'un a photographié la personne, pas le poste. »

Abschlussporträt von Nadia, sichere Haltung, entschlossenes Lächeln

17.45 Uhr

Was sie mitgenommen hat

« J'ai donné ma démission six semaines plus tard. La photo était déjà sur mon bureau. »

Ihre Geschichte

Nadia, 44 Jahre

Was sie darüber sagt.

Nadia hat zwanzig Jahre in der Genfer Finanzbranche verbracht. Eine beneidenswerte Position, ein Lohn, der jede Klage unzulässig erscheinen liess, und seit drei Jahren ein Gefühl, das sie ganz einfach beschreibt: „jeden Morgen aufstehen, um das Leben von jemand anderem zu leben“.

Sie wählte das Format Signature wegen des Videogesprächs im Vorfeld. „Ich musste wissen, worauf ich mich einlasse. Ich kontrolliere alles, das ist mein Beruf.“

Der Vormittag diente dem Schreiben. Nicht dem Reden: dem Schreiben. Vier Seiten darüber, was sie tun würde, wenn es kein Urteil von aussen gäbe. Am Nachmittag war die Fotosession kurz – Nadia hält sich nicht gern lange auf –, aber sie wollte die Bilder zweimal sehen.

„Es war kein Foto, das mich zur Kündigung gebracht hat. Aber wenn ich zweifelte, sah ich es an und sah jemanden, der sich bereits entschieden hatte. Genau das ist ein Ankerpunkt.“

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